Dieser berufsbegleitende Expertenkurs qualifiziert Fachkräfte der Jugendhilfe für einen sicheren, fachlich fundierten und traumasensiblen Umgang mit Sexualität, Grenzen und Schutz.
Sexualität ist Teil menschlicher Entwicklung und zugleich ein sensibler Bereich pädagogischer Verantwortung. In der Praxis erleben viele Fachkräfte Unsicherheit im Umgang mit Grenzverletzungen, sexuellen Übergriffen, Täterstrategien, digitalen Medien, Verhütung oder Gesprächen mit Jugendlichen und Eltern. Gleichzeitig ist Schweigen keine Lösung, sondern erhöht das Risiko von Unsicherheit und Fehlentscheidungen.
Der Kurs verbindet Sexualpädagogik, Traumawissen und Kinderschutz zu einer klar strukturierten Qualifizierung mit hoher Praxisrelevanz. Er stärkt die fachliche Einordnung von Situationen, die professionelle Haltung sowie die Handlungssicherheit im pädagogischen Alltag.
In vier aufeinander aufbauenden Modulen werden unter anderem folgende Inhalte bearbeitet:
• sexuelle Entwicklung im Jugendalter
• sexuelle und reproduktive Rechte
• professionelle Nähe und Distanz
• Grenzverletzungen und sexuelle Übergriffe unter Jugendlichen
• Täterstrategien und Risikokonstellationen
• Sexting, Pornografie und digitale Medien
• Verhütung und sexuelle Gesundheit
• Gesprächsführung mit Jugendlichen und Eltern
• Intervention und Dokumentation
• Schutzkonzepte, Teamprozesse und strukturelle Verantwortung
Der Kurs umfasst 48 Stunden im Live Online Format und richtet sich an Fachkräfte in stationärer und ambulanter Jugendhilfe, Schulsozialarbeit sowie Leitungsfunktionen.
Die Weiterbildung orientiert sich an fachlichen Standards im Bereich sexualisierte Gewalt, Prävention und Schutz und ist im Fortbildungsnetz sG gelistet..
Lernziele
Nach Abschluss des Kurses können die Teilnehmenden:
• sexuelle Entwicklung im Jugendalter fachlich einordnen und altersangemessen bewerten
• Grenzverletzungen und sexuelle Übergriffe differenziert analysieren
• Täterstrategien und Risikokonstellationen erkennen
• Gespräche über Sexualität, Grenzen und Vorfälle professionell führen
• traumasensible Grundhaltungen im pädagogischen Alltag anwenden
• Interventionen fachlich begründet planen und dokumentieren
• sexualpädagogische Konzepte mit Schutzkonzepten verknüpfen
• Teamprozesse und strukturelle Schutzmaßnahmen mitgestalten
- Unterrichtsart
- Online-Seminar i


